Die kinder- und jugendärztliche Praxis Dr. Johanna Harris / Dr. Sandra Hermanns

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Liebe Patienten, liebe Eltern,

willkommen in unserer kinder- und jugendärztlichen Praxis! Wir freuen uns, Ihr Kind und Sie sowohl im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen als auch bei akuten Problemen jeglicher Art betreuen und begleiten zu dürfen.

 

Frau Dr. Harris und Frau Dr. Hermanns befinden sich ab Montag den 10.08.2020 bis Freitag den 21.08.2020 im Urlaub.

Vertretung übernimmt:

  • Praxis Dr. Dirscherl und Dr. Adolphs, Schluderstraße 12, 80634 München, Tel: 089-162168
  • Praxis Dr. Küver/ Dr. Franz am OEZ; Hanauerstr.65; 80993 München, Tel: 089-13010170
  • Praxis Dr. Bidlingmaier; Dr.Wiessner; Dr. Eisenhut; Agnes-Bernauerstr. 83, 80687 München, Tel: 089-58909490

 In dringenden Notfällen wenden Sie sich bitte an die umliegenden Krankenhäuser, den Ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 089-116117 oder die KVB-Bereitschaftspraxis im Elisenhof; Prielmayerstr. 3, 80335 München

Ab Montag den 24.08.20 ist Frau Dr. Hermanns wieder für Sie da. Ab Mittwoch den 09.09.20 sind beide Kinderärztinnen wieder zu den gewohnten Sprechzeiten für Sie da.

Wir wünschen Ihnen einen gesunden und schönen Sommer!

Mit freundlichen Grüßen Ihr Praxisteam

 

Aktuelle Informationen zur Frage des Ausschlusses von Infektiosität in Kindergarten/KITA/Schule in Zeiten der Coronavirus Pandemie

Liebe Eltern,

Ihr Kindergarten lässt den Kita-Besuch Ihres Kindes derzeit nicht zu, da es akut erkrankt ist oder der Kindergarten befürchtet, Ihr Kind könnte akut erkrankt sein.

Ursache dafür ist eine Vorgabe, die das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales und das Bayerische Landesamt für Gesundheit den Kindergärten in einer „Handreichung für die Kindertagesbetreuung in Zeiten des Coronavirus“ erarbeitet hat. So schreibt das Ministerium in den Handlungsanweisungen für die Betreuungseinrichtung: „Kinder die Symptome einer akuten übertragbaren Krankheit aufweisen, ist das Betreten der Einrichtungen ausdrücklich verboten.“ Bei den angeführten Beispielen für Krankheitszeichen ist u.a. auch das Symptom „Schnupfen“ aufgeführt. Im weiteren Text heißt es „Bei Auftreten von Erkältungssymptomen in der Betreuungszeit ist das Kind sofort vor Ort in der Kindertageseinrichtung bis zur Heimfahrt/Abholung einzeln zu betreuen. Die Eltern müssen auf die Notwendigkeit einer ärztlichen Abklärung hingewiesen werden.“

Diese Vorgaben sind medizinisch weder besonders sinnvoll noch lassen sie sich in der Praxis umsetzen. Klar ist: Ein Kind, das akut krank ist, gehört nicht in die Kita, das war schon vor der Coronavirus-Pandemie so, gilt jetzt aber umso mehr. Schwierig wird es bei Kindern, die leichte Krankheitszeichen haben. Natürlich werden Kinder auch in Zukunft all die normalen Infekte haben, die Kinder schon immer hatten und die auch eine wichtige Lernfunktion für das kindliche Immunsystem darstellen. Wir haben großes Verständnis dafür, dass aufgrund der derzeitigen Lage, Kinder häufiger als früher zu Hause betreut werden müssen. Allerdings -ob dies auch beim fitten Kind mit banalen Krankheitszeichen(wie einem Schnupfen –der das stattfindende Immuntraining in diesem Alter geradezu charakterisiert), wie vom Ministerium vorgeschrieben sinnvoll ist, kann sicher bezweifelt werden.

Was können wir Kinder- und Jugendärzte für Sie tun?

Wir können uneingeschränkt weiter für Sie und Ihr krankes Kind da sein und medizinisch helfen, wenn notwendig. Wir werden sowohl Diagnostik, wie auch Therapie soweit notwendig durchführen. Wir bitten Sie aber, bei leichten Infekten nicht in unsere Praxen zu kommen, um die Ausbreitung des Virus in unseren Praxen zu verhindern. Ist ein Arztbesuch unvermeidbar, halten Sie sich bitte an die Hygieneregeln der Praxen.

Was wir nicht können:

Wir können nie ganz sicher ausschließen, dass Ihr Kind sich mit dem Corona-Virus infiziert hat. Insofern können wir auch nicht bescheinigen, dass Ihr Kind kein COVID-19 hat. Nicht einmal ein Abstrich kann als punktuelle Betrachtung der Situation sicher ausschließen, dass Ihr Kind Corona-Viren hat oder hatte. Kinder haben aber in der Regel keine schweren Symptome und keine schweren Krankheitsverläufe: Daher werden wir in aller Regel auch keinen Abstrich bei Ihrem Kind durchführen. Wir können und wollen auch in Zukunft nicht jedes Kind mit leichtesten Krankheitszeichen in der Praxis untersuchen. In den letzten Jahren war es in vielen Praxen schon sehr voll, oft schon zu voll. Viele Eltern haben uns geholfen, den Alltag zu meistern, indem sie leichte Infekte ohne Praxisbesuch auskuriert haben. Wenn überlastete Kinder- und Jugendarztpraxen jetzt jedes einmalig hustende oder schniefende Kind untersuchen sollen… wir werden es nicht schaffen! Wenn darüber hinaus ärztliche Atteste zum Wiederbesuch der Kita verlangt werden, verletzt dieses zum einen die Wiederzulassungsregeln des Infektionsschutzgesetzes. Zum anderen belastet es die Familien mit unnötigen Kosten und treibt die ohnehin hohe Bürokratiebelastung der Arztpraxen noch weiter nach oben.

Wichtig ist uns:

Nicht wir, Ihre Kinder- und Jugendärzte, haben uns diese unzureichenden Regelungen ausgedacht. Es sind, mit uns Betroffenen nicht abgestimmte Vorgaben der Politik. Diese sorgen dafür, dass Sie auf uns ärgerlich sind. Wir Ärzte sind ebenfalls unzufrieden, weil wir Ihnen nicht so helfen können, wie Sie es erhofft haben. Wir verstehen, dass Sie verärgert sind!

Schreiben Sie gerne an die zuständigen staatlichen Behörden. Am besten schreiben Sie zusätzlich an Ihren regionalen Landtags-oder Bundestagsabgeordneten. Sie dürfen den angefügten Mustertext gerne verwenden.

Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales, Staatsministerin Carolina Trautner, Winzererstraße 9, 80797 München, Poststelle@stmas.bayern.de

Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), Eggenreuther Weg 43, 91058 Erlangen, poststelle@lgl.bayern.de

Referat für Gesundheit und Umwelt, Bayerstraße 28A, 80335 München, rgu@muenchen.de

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Sehr geehrte Frau Ministerin, sehr geehrte Damen und Herren,

leider machen es Ihre Vorgaben zum Umgang mit Kindern, die Krankheitssymptome aufweisen, derzeit sehr schwer bis unmöglich, dass unser Kind regelmäßig in die Kita gehen kann. Die Regeln für einen Ausschluss, insbesondere aber für eine Wiederzulassung für Kinder, die keinerlei Krankheitszeichen mehr haben dürfen, sind durch die Vorgaben und auch die unterschiedlichen Ausle-gungen der Kindergärten oft nicht sinnvoll umsetzbar. Wir Eltern waren und sind in der Coronakrisenzeit sehr geduldig und auch uns ist es wichtig die Pandemie klein zu halten. Wir benötigen aber jetzt für unsere Kinder und uns Eltern praktikable Regelungen im Alltag. Ich fordere im Namen unserer Familie daher:

1. Die beteiligten Ministerien (Sozial- und Gesundheitsministerium) und Behörden (Landesamt für Gesundheit LGL) und die lokalen Gesundheitsämter müssen umgehend ein praktikables, umsetzbares Konzept vorlegen, wie mit Krankheitssymptomen bei betreuten Kindern umzugehen ist. Dieses soll mit den niedergelassenen Kinder-und Jugendärzten so abgestimmt sein, dass es auch in jedem Ort umsetzbar ist.

2.Uns Eltern erkrankter Kinder muss bei leichten Krankheitssymptomen ermöglicht werden, unsere Kinder für den Zeitraum der Erkrankung zur Vermeidung potentieller Ansteckungen unbürokratisch zu Hause zu betreuen. Hierbei ist eine Regelung zu finden, die unabhängig von den sonst üblichen Regelungen (10 Tage Betreuung je Elternteil) auch die soziale Sicherheit und die Sicherheit unseres Arbeitsplatzes berücksichtigt.

Bitte setzen sie sich zeitnah für neue sinnvolle und umsetzbare Regeln ein!  Mit freundlichen Grüßen

 

 

Bei folgenden Vorstellungsgründe können Sie Termine auch online unter Doctolib buchen:

• Vorsorgeuntersuchungen (U2, U3, U4, U5, U6, U7, U7a U8, U9, U10, U11, J1, J2)
• Sportuntersuchungen (Vereins- und Leistungssport)

Impfungen (von der ständigen Impfkommission empfohlene und von der Krankenkasse erstattete Impfungen)
• Zusatzimpfungen (von der Krankenkasse teilweise nicht erstattete Impfungen wie Reiseimpfungen)

• reisemedizinische Beratung

Kinder- und Jugendgynäkologie (Frau Dr. Harris) im Rahmen der Spezialsprechstunde mit Dr. Charlotte Amann (Neupatientin, Kontrolluntersuchung)

 In allen anderen Fällen, vor allem bei akuten Problemen, rufen Sie bitte in der Praxis an unter 089 – 3200 2553.